Budget für Familien in der Schweiz
Aktualisiert: 2026-09-24 · Von Andrei und Nada Argyo — sie bauen SwissBudget+ in Luzern und budgetieren selbst so.
Mit Kindern wird ein Budget nicht einfach grösser. Es bekommt neue Posten, die sich alle paar Jahre verschieben: zuerst die Betreuung, später Schule, Hobbys und Kleider, die nach einem Sommer nicht mehr passen. Diese Anleitung zeigt, welche Posten dazukommen und wie du sie so planst, dass kein Monat kippt.
Was mit Kindern dazukommt
Die grossen neuen Posten sind in der Schweiz fast immer dieselben:
- Krankenkasse pro Kind. Jedes Kind hat eine eigene Police. Die Prämien sind tiefer als bei Erwachsenen, aber sie laufen jeden Monat, für jedes Kind.
- Betreuung. Kita, Tagesfamilie oder Hort ist für viele Familien der grösste Posten nach der Miete. Die Tarife hängen oft vom Einkommen und von der Gemeinde ab.
- Essen und Kleider. Sie wachsen mit den Kindern. Was mit einem Kleinkind stimmt, stimmt mit einem Schulkind nicht mehr.
- Schule und Freizeit. Material, Ausflüge, Lager, Musikunterricht, Sportverein. Einzeln klein, zusammen ein fester Block.
Plane jedes Kind als eigene Zeile. So siehst du, was ein Kind wirklich kostet, und das Budget wächst mit, wenn das nächste dazukommt.
Was dazukommt, auf der Einnahmenseite
Die Familienzulage (Kinder- und später Ausbildungszulage) kommt meistens mit dem Lohn. Die Höhe legt der Kanton fest, der Bund setzt ein Minimum. Trag sie als eigene Einnahme ein, nicht versteckt im Lohn. Sonst merkst du nicht, wenn sie wegfällt, zum Beispiel wenn ein Kind die Ausbildung abschliesst.
Viele Familien haben ausserdem Anspruch auf Prämienverbilligung für die Krankenkasse. Ob du Anspruch hast, hängt vom Einkommen und vom Kanton ab. Es lohnt sich, das jedes Jahr zu prüfen, denn die Frist für den Antrag verpasst man leicht.
Steuern: der Kinderabzug
Kinder senken die Steuerrechnung. Bund und Kanton gewähren pro Kind einen Kinderabzug, dazu kommen je nach Kanton Abzüge für die Fremdbetreuung. Die Steuern werden dadurch kleiner, verschwinden aber nicht. Leg also weiter jeden Monat dafür zurück, nur eben weniger.
Achte auf den Zeitpunkt: Die Steuerrechnung kommt oft ein Jahr später. Wenn sich die Familie vergrössert oder ein Elternteil das Pensum reduziert, stimmt die alte Rückstellung nicht mehr. Rechne sie in dem Moment neu, nicht erst, wenn die Rechnung da ist.
Rückstellungen, die Familien oft vergessen
Neben den üblichen Jahresrechnungen (Steuern, Serafe, Versicherungen) haben Familien eigene unregelmässige Posten:
- Selbstbehalt und Franchise bei Arzt, Zahnarzt und Kieferorthopäde
- Schullager, Klassenfahrten und Kurse, die als eine Rechnung kommen
- Ein neues Velo, eine neue Winterjacke, ein Kindersitz, wenn der alte zu klein wird
- Ferienbetreuung in den Wochen, in denen Kita oder Schule geschlossen sind
Schätze für jeden Posten, was er im Jahr kostet, teile durch zwölf und leg diesen Betrag jeden Monat auf die Seite. Dann ist das Lager im Juni kein Loch im Budget, sondern längst bezahlt.
Wenn ein Elternteil weniger arbeitet
Die grösste Veränderung in einem Familienbudget ist oft nicht ein Kind, sondern ein kleineres Pensum. Bevor ihr euch entscheidet: rechnet den neuen Monat einmal durch, mit dem tieferen Lohn, den tieferen Steuern und den Betreuungskosten, die dafür vielleicht wegfallen. Manchmal ist der Unterschied kleiner als befürchtet, manchmal grösser. Beides ist besser zu wissen, bevor die Kündigung unterschrieben ist.
Wenn du es nicht von Hand machen willst
SwissBudget+ ist für genau so ein Budget gebaut: mehrere Einkommen in einem Haushalt, Krankenkasse und Serafe als eigene Kategorien, Steuern nach Kanton und Gemeinde mit Kinderabzug, und Rückstellungen für die Rechnungen, die einmal im Jahr kommen. Mit einer Kopie des Budgets kannst du ein kleineres Pensum durchspielen, ohne das echte zu verändern. Kein Konto, keine Cloud, keine Werbung, keine Bankverbindung. Die Zahlen bleiben auf deinem Handy, und die App ist gratis.